Vakuumaspiration

Vakuumaspiration (Vakuum-Kürettage)

Was ist eine Vakuumaspiration?

Die Vakuumaspiration (Absaugmethode) ist eine moderne chirurgische Methode zur Entleerung des Gebärmutterinhalts in Fällen wie dem Abbruch ungewollter Schwangerschaften oder bei Windeiern (Abortivei). Bei diesem Verfahren werden dünne, weichspitzige Instrumente, sogenannte „Karman-Kanülen“, und eine Spritze (Vakuum) verwendet, die einen Unterdruck erzeugt.

Was sind die Vorteile der Vakuumaspiration?

Im Vergleich zu herkömmlichen Kürettage-Methoden bietet die Vakuumaspiration viele Vorteile:

  • Weniger Trauma: Da die Gebärmutterwand nicht ausgeschabt wird, bleibt das intraoperative Gewebe (Endometrium) geschont.
  • Geringes Infektionsrisiko: Da der Eingriff mit einem geschlossenen System durchgeführt wird, ist das Infektionsrisiko extrem niedrig.
  • Schnelle Genesung: Der Eingriff dauert in der Regel nur 5–10 Minuten, und die Patientin kann noch am selben Tag in ihr soziales Leben zurückkehren.
  • Unfruchtbarkeitsrisiko: Das Risiko für Verwachsungen in der Gebärmutter (Asherman-Syndrom) ist im Vergleich zu älteren Methoden vernachlässigbar gering.

Wie läuft der Eingriff ab?

  1. Voruntersuchung und Ultraschall: Die Schwangerschaftswoche und die Lage der Schwangerschaft (Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft) werden geklärt.
  2. Anästhesie: Je nach Wunsch der Patientin wird eine örtliche Betäubung oder ein leichter Dämmerschlaf (Sedierung) angewandt.
  3. Vakuum-Entleerung: Über den Gebärmutterhals werden dünne Kanülen eingeführt, und das Schwangerschaftsgewebe wird mithilfe von Unterdruck entfernt.
  4. Kontrolle: Am Ende des Eingriffs wird per Ultraschall bestätigt, dass die Gebärmutter vollständig entleert ist.

Für wen ist sie geeignet?

  • Personen mit einer ungewollten Schwangerschaft.
  • Frauen, bei denen ein Windei oder eine anembryonalen Schwangerschaft vorliegt.
  • Patientinnen mit verbliebenem Gewebe nach einer Fehlgeburt.

Hinweis: Sie gilt im Allgemeinen als Goldstandard für Eingriffe bis zur 10. Schwangerschaftswoche.

Wichtige Hinweise nach dem Eingriff

  • Vom Arzt verschriebene Antibiotika und Schmerzmittel sollten regelmäßig eingenommen werden.
  • Schwimmbäder, Meer, Saunen (Hamam) und Geschlechtsverkehr sollten in den ersten 2 Wochen nach dem Eingriff vermieden werden.
  • Leichte Schmierblutungen gelten als normal; bei übermäßigen Blutungen oder hohem Fieber muss jedoch umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Häufig gestellte Fragen zur Vakuumaspiration (Vakuum-Kürettage)

1- Kann man nach einer Vakuumaspiration wieder schwanger werden?

Ja. Da die Vakuummethode das Gebärmuttergewebe nicht schädigt, hat sie keine negativen Auswirkungen auf die Chancen für zukünftige Schwangerschaften.

2- Verspürt man während des Eingriffs starke Schmerzen?

Bei Eingriffen, die unter Sedierung (Dämmerschlaf) durchgeführt werden, spürt die Patientin nichts. Unter örtlicher Betäubung kann lediglich ein leichter Druck verspürt werden, der Menstruationsbeschwerden ähnelt.

3- Ist die Vertraulichkeit bei einer Vakuumaspiration gewährleistet?

In Übereinstimmung mit den Patientenrechten und der medizinischen Ethik werden die durchgeführten Eingriffe und Patientendaten streng vertraulich behandelt; sie werden nicht an Dritte weitergegeben.