Robotergestützte Hand- und Fingerrehabilitation

Robotergestützte Hand- und Fingerrehabilitation

Unsere Hände und Finger sind unsere grundlegendsten Werkzeuge, mit denen wir die Welt begreifen. Wenn jedoch ein Schlaganfall, eine Schädel-Hirn-Verletzung oder andere neurologische Störungen diese Fähigkeiten einschränken, können Aktivitäten des täglichen Lebens unmöglich werden. Heute nutzt die moderne Medizin robotergestützte Rehabilitationstechnologien, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Die robotergestützte Hand- und Fingerrehabilitation eignet sich sowohl für Kinder (ab 6 Jahren) als auch für Erwachsene und hilft der Hand, ihre Feinmotorik wiederzuerlangen. Während das Gerät die Hand des Patienten führt, um eine natürliche Greifbewegung auszuführen, bietet es auch die Möglichkeit, jeden Finger unabhängig voneinander zu trainieren.

Vorteile der robotergestützten Hand- und Fingerrehabilitation

Individualisierte Therapie: Sie bietet die Möglichkeit, jeden Finger einzeln oder die gesamte Hand gemeinsam zu trainieren.

Breite Altersspanne: Das Design ist für jede Altersgruppe geeignet, von pädiatrischen Fällen bis hin zu geriatrischen Patienten.

Schnelle Einrichtung: Sie zeichnet sich durch einen hygienischen und einfachen Patientenanschluss aus, der Therapeuten Zeit spart.

Objektive Bewertung: Sie ermöglicht eine sofortige Verfolgung des Fortschritts durch numerische Daten und Berichte.

Robotische Lösungen in der Spastikbehandlung

Die Spastik, eines der häufigsten Probleme nach einer neurologischen Schädigung, schränkt die Funktionalität der Hand ernsthaft ein. Mit dem CPMplus und dem speziellen Sensibilitätstraining, das der Roboter bietet, hilft das System, den spastischen Tonus zu senken. Robotergestützte Bewegungen beugen Gelenksteifigkeit vor und unterstützen gleichzeitig die Verbesserung der passiven und aktiven Motorfunktionen.

Wissenschaftlicher Ansatz und evidenzbasierte Therapie

Klinische Studien zeigen, dass die robotergestützte Handtherapie spezifische Vorteile gegenüber klassischen Methoden bietet:

Wiedererlangung der motorischen Kontrolle: Das robotische Training stellt die Handkontrolle wieder her, indem es die interhemisphärische Konnektivität im Gehirn verbessert.

Kognitive und motorische Entwicklung: Auf virtueller Realität basierende Übungen verbessern nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten des Patienten.

Intensive Wiederholung: Bewegungen mit hoher Wiederholungszahl, die der Schlüssel zum Erfolg in der Rehabilitation sind, werden dank robotischer Unterstützung ermüdungsfrei und in der korrekten Form ausgeführt.

Für wen ist sie geeignet?

Das robotische Rehabilitationssystem spricht eine breite Patientengruppe an, die unter Einschränkungen der Handfunktion aufgrund neurologischer und orthopädischer Ursachen leidet. Die primären Erkrankungen, bei denen das System besonders wirksam ist, sind:

  • Verlust der Handfunktion nach einem Schlaganfall (Lähmung)
  • Rückenmarksverletzungen
  • Multiple Sklerose (MS) und Parkinson-Krankheit
  • Rehabilitation in der aktiven Phase nach einer Sehnenreparatur
  • Zerebralparese (CP)