Wirbelsäulentraktion bei Bandscheibenvorfall und Nervenkompression

Wirbelsäulentraktion bei Bandscheibenvorfällen und Nervenkompression

Rückenschmerzen und der durch Bandscheibenvorfälle verursachte Verlust an Lebensqualität sind heute für viele Menschen ein weit verbreitetes Problem. Die Wirbelsäulentraktion, die unter den nicht-chirurgischen Behandlungsmethoden hervorsticht, zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, indem sie gezielt den Druck auf die Nervenwurzeln reduziert. Was genau ist also eine Traktion und wie wird sie angewendet?

Was ist eine Wirbelsäulentraktion und wie wird sie durchgeführt?

In der einfachsten Definition ist die Wirbelsäulentraktion ein Verfahren, bei dem ein Ende der Wirbelsäule fixiert und am anderen Ende gezogen wird. Dieser mechanische Prozess zielt darauf ab, durch Vergrößerung des Abstands zwischen den Wirbeln für Erleichterung zu sorgen.

Die Anwendung variiert je nach dem zu behandelnden Bereich. Wenn zum Beispiel eine Lendenwirbel-Traktion (lumbal) durchgeführt werden soll:

  • Der Oberkörper wird fixiert.
  • Vom Taillenbereich abwärts wird eine kontrollierte Zugkraft ausgeübt.

Intermittierende Traktion

Eines der interessantesten Themen in der Traktionsbehandlung ist die Dauer des Ziehvorgangs. Meistens handelt es sich bei der angewandten Methode nicht um einen „endlosen und kontinuierlichen Zug“. Stattdessen wird eine Technik bevorzugt, die man intermittierende Traktion nennt. Intermittierende Traktion ist das Verfahren, bei dem die Wirbelsäule in bestimmten Intervallen gezogen und dann wieder losgelassen (entspannt) wird. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass diese „Zieh-und-Löse“-Methode für die Gewebeheilung und Schmerzkontrolle wesentlich vorteilhafter ist als kontinuierliches Ziehen.

Wie schafft die Traktionsbehandlung Erleichterung?

Das primäre Ziel der Traktion ist die Dekompression – also die Druckminderung. Während der Zieh- und Lösebewegungen wird die Wirbelsäule wie folgt beeinflusst:

  1. Der Abstand zwischen den Wirbeln wird erweitert.
  2. Wenn sich zwischen den Wirbeln Bandscheibenmaterial befindet, das auf freie Nervenenden drückt, wird dieser Druck gemildert.
  3. Die Entlastung der Nervenwurzel wird sichergestellt.

Dank dieses Mechanismus wird eine mechanische Linderung erreicht, insbesondere bei Nervenkompressionen, die durch einen Bandscheibenvorfall verursacht werden, und es ist zu beobachten, dass die Schmerzen des Patienten verschwinden.

Bei welchen Erkrankungen wird die Traktion angewendet?

Die Traktionsbehandlung gilt für bestimmte Zustände als „ideale Behandlungsmethode“, da sie Schmerzen durch die Korrektur der Wirbelsäulenmechanik lindert.

Die häufigsten Einsatzbereiche sind:

  • Bandscheibenvorfall (Lumbaler Bandscheibenvorfall): Dies ist das häufigste Einsatzgebiet, um den Druck der Bandscheibe auf die Nervenwurzel zu verringern.
  • Nervenkompression: Sie ist wirksam bei der Linderung von Nervenkompressionen, die von der Wirbelsäule ausgehen.

Wenn Sie Schmerzen aufgrund eines Bandscheibenvorfalls oder einer Nervenkompression haben, können Sie Ihren Facharzt für Physikalische Therapie und Rehabilitation konsultieren, um zu prüfen, ob eine Traktionsbehandlung für Sie geeignet ist.